Ich wünschte...

"Der Krieg macht Frauen zu Witwen,
Kinder zu Waisen
und Männer zu Krüppeln."
Heike Makatsch als Hope Bridges Adams Lehmann im Fernsehfilm "Dr. Hope"


Ich wünschte,
alle deutschen Soldaten kämen heim,
kein einziger müsste mehr sterben im fernen Afghanistan.

Ich wünschte,
alle deutschen Soldaten blieben
für immer im eigenen Land,
kein einziger müsste mehr reden von Friedensmissionen mit der Waffe in der Hand.

Ich wünschte,
jeder Poltiker, der für den Einsatz mit der Waffe stimmt,
müsste als als Erster selbst mit hinaus in den Kampf.

Ich wünschte,
die Wünsche würden erfüllt.

Liebe Grüße von
Laureen
Paulaline - 4. Apr, 19:07

Wie sehr Du damit richtig liegst, weiß ich auch erst, seit ich einen "Heimkommer" erlebt habe.

Ich drücke Dich mal feste.

Liebe Grüße, Paulaline

laureen - 6. Apr, 19:44

Danke.

Drücke Dich auch feste - und wünsche dir ganz viel Glück.

Liebe Grüße von
Laureen
promisc - 5. Apr, 10:07

Ich wünschte

Du würdest Dir zuerst wünschen, dass die fundamentalistischen Aggressoren sich vorher selbst für ewigen Frieden, Gleichheit, Gerechtigkeit und vor allem Gewaltverzicht entscheiden und dieser Wunsch zuvor in Erfüllung gehen würde.

laureen - 6. Apr, 19:59

Unser Land könnte seit Jahrhunderten, ja nach Jahrtausenden endlich einmal frei von der Angst vor einem Krieg sein. Jetzt rennt ein Teil dieses Volkes diesem Krieg freiwillig nach und bringt uns Tod und Schrecken zurück.

Heißt es nicht "Bundesministerium der Verteidigung"? Wird jetzt Deutschland in Afghanistan verteidigt?

Liebe Grüße von
Laureen
promisc - 7. Apr, 09:36

"Wird jetzt Deutschland in Afghanistan verteidigt?"

Ja, ganz genau. Hier bei uns zuhause und auch, was noch wichtiger ist, in Afghanistan. Durch 9/11 haben wir gelernt, dass diese Menschen, werden ihre Aggressionen nicht dort vor Ort gebunden, wo sie sich bereits seit Jahrzehnten auf grausamste Art und Weise an der Bevölkerung auslassen, sie diese mit Bomben und Flugzeugen in die Welt hinaustragen.

Ich kann mich noch sehr gut an die Schreckensbilder lange vor 9/11 erinnern, als die Taliban Frauen und Kinder in ehemaligen Fußball-Toren an der Latte aufhängten, eine neben dem anderen. Frauen steinigten. Männer öffentlich köpften. Und die Welt hilflos zuschauen musste, weil die Taliban über diplomatische Mittel der ganzen Welt nur spöttisch lachten und dann einfach noch mehr umbrachten.

Diese Bilder haben wohl viele heute wieder vergessen... oder besser: verdrängt? Um des unbedingten Friedens willen?
deprifrei-leben - 5. Apr, 17:15

Eigentlich ist das Wort Friedensmission kein Frieden, da er mit der Waffe in der Hand verteidigt wird.

promisc - 5. Apr, 18:45

Deutschland musste auch einmal mit der Waffe in der Hand zum Frieden gezwungen werden. Und das ist den Allierten Streitkräften zum Glück auch gelungen.
Krieg ist nun mal manchmal das legitime letzte Mittel, um weitere teuflische Grausamkeiten zu unterbinden von Menschen, welche von Frieden und Menschenrechten nichts, aber auch gar nichts halten und anders nicht mehr aufzuhalten sind.
laureen - 6. Apr, 20:49

"Friedensmission" ist ein schlimmes Wort. Dieses Wort geht bereits mit "Gewalt" schwanger.

Die gesamte Sprachregelung zu Afghanistan macht mir eine Gänsehaut. Plötzlich nähert sich der Verteidigungsminister (!) dem Begriff "Krieg" an, wenn er von Afghanistan spricht. Haben jetzt die deutschen Soldaten in Afghanistan Krieg oder haben wir Deutschen jetzt Krieg oder wie muss man das verstehen?

Ganz besonders schlimm ist die Formulierung "...wurden versehentlich erschossen". Solche Sätze schreibt man nicht versehentlich. Das ist Sprachregelung aus dem Krieg.

Liebe Grüße von
Laureen
laureen - 6. Apr, 20:57

Lieber Promisc,

du schreibst "...Krieg ist nun mal manchmal das legitime letzte Mittel..." Wer auch immer wen zu diesem letzten Mittel legitimiert, der hat vorher versagt. Dieses Versagen findet sein letztes Instrument sich zu rechtfertigen im Krieg.

Liebe Grüße von
Laureen
promisc - 7. Apr, 09:57

Versagen, Laureen, kann man nur, wenn überhaupt eine Chance bestand, welche dann auch irgendwie ersichtlich war.
Es ist aber Augenwischerei zu behaupten, solch eine Chance bestünde immer. Gelegentlich existieren solche Chancen einfach nicht. Die Taliban sind geradezu ein Musterbeispiel für die Chancenlosigkeit aller diplomatischer Mittel. Denn sie WOLLTEN den Krieg, erachten ihn als heiliges Mittel der Bekehrung der ganzen Welt zu ihrer Überzeugung. Und zogen daher aus, diesen Krieg in die ganze Welt zu tragen.

Mir scheint, es wird auch nur all zu gerne vergessen, wer diesen Krieg überhaupt angefangen hat? Am 9/11 kamen übrigens auch Deutsche ums Leben. Und in Afghanistan kämpft die Bundeswehr unter anderem auch gegen Deutsche Fundamentalisten. Ausserdem steht Deutschland in einem Verteidigungsbündnis mit der großen Mehrheit der westlichen Welt.

Soll Deutschland sich schon wieder seiner Verantwortungen entziehen, seine Hände heuchlerisch in Unschuld waschen wie einst Pontius Pilatus? Zusehen, wie Menschen sterben, gequält und gefoltert, zerfetzt werden und die verbliebenen all ihrer Menschenrechte beraubt?

Damit die (ebenso fundamentalistische) Friedensbewegung in Deutschland ihrer träumerischen Illusionen nicht weiter beraubt wird?

Ich bin kein Freund des Krieges, beileibe nicht, im Gegenteil. Aber ich erkenne wenigstens im Falle Afghansitans seine unbedingte Notwendigkeit an. Und würde auch persönlich, wäre ich zur Zeit bei der Bundeswehr, mich dieser Verantwortung nicht entziehen und meinen Dienst dort leisten - mit allen damit verbundenen Risiken.

Die Welt, geschätzte Laureen, ist nun mal nicht schwarz oder weiss. Sie ist bunt oder grau. Und im Falle Afghanistans ziemlich dunkelgrau, zumindest für die Opfer derer, welche dort aber auch anderswo ihre Macht an der unschuldigen Bevölkerung bestialisch austob(t)en. Was wohl in der Kriegssprache der Freidensbewegung 100%iger Kolateralschaden genannt werden würde - vorausgesetzt sie würde überhaupt mal darüber anfangen nachzudenken anstatt sich gedanken- aber auch verantwortungslos am gesungenen Wort 'Peace' zu berauschen.
laureen - 9. Apr, 23:55

Lieber Promisc,

zunächst wollte ich ganz normal antworten und argumentieren. Ich begann zu erzählen und es wurde ein eigener Beitrag. Wenn du magst, lese ihn nach im obigen Artikel.

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